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Salzkörner – Input für deinen Alltag

"Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten. Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen." Mt 5, 13-16
Salzkorn vom 10.05.13
"Das göttliche Wort, das dem Fleisch nach ein für allemal geboren worden ist, wird dem Geiste nach aus Barmherzigkeit in denen, die danach begehren, immer wieder geboren." Maximus der Bekenner. Die wahre, wirkliche Reue über die Sünden. Was ist das? Das ist eine gänzliche und wahre Abkehr von allem, was nicht lauter Gott ist, oder wovon Gott nicht die wahre Ursache ist, und eine wahre und völlige Hinkehr zu Gott mit allem, was man ist; und das ist allein Kern und Mark der Reue; und dann mit einem unerschütterlichen Vertrauen ein Versinken in das liebreiche, lautere Gut, das Gott ist, und mit der Absicht, an und in Ihm immer mehr zu bleiben und Ihm anzuhangen mit Liebe und lauterem Sinn in dem vollen, bereiten Willen, den liebsten Willen Gottes zu tun, so weit als der Mensch nur kann. Meine Lieben, das ist wahrhafte Reue, und wer diese Reue hat, dem werden ohne Zweifel alle seine Sünden vergeben, und je mehr einer diese Reue hat, desto lauterer und wahrhaftiger und mehr wird ihm vergeben. Johannes Tauler (Mystiker. Geb. um 1300 in Strassburg; gest. 16. Juni 1361)
Salzkorn vom 08.02.13
"Je mehr wir CHRISTUS kennen, desto mehr wollen wir IHN verkündigen. Je mehr wir mit IHM sprechen, desto mehr wollen wir von IHM sprechen." Papst Benedikt XVI.
Salzkorn vom 25.01.13
"Wenn Christus nach seiner Auferstehung den Christenverfolger Saulus sogar zu seinem Apostel berufen und ihm den neuen Namen Paulus gegeben hat, dann ist es evident, dass es bei Christus einfach keine hoffnungslose Fälle gibt. Mag ein Mensch noch so tief gefallen sein, er kann eigentlich nicht tiefer fallen als in die ausgebreiteten Arme und auffangenden Hände Jesu Christi." Kard. Kurt Koch
Salzkorn vom 17.01.13
Katholizität sei «kein Gemischtwarenladen, aus dem man sich das aneignet, was einem liegt, und das andere beiseitelässt», schreibt Weihbischof Schwaderlapp (Köln) in einem Beitrag für die «Zeit»-Beilage «Christ & Welt» (Donnerstag). Wer nur zu ausgewählten Elementen der Kirche Ja sage und andere verneine, mache sein eigenes Ich zum Maßstab dessen, was katholisch sei. Euer Bischof +Marian.
Salzkorn vom 23.10.2012
"Ich mache definitiv bessere Musik, wenn ich täglich vier statt nur zwei Stunden übe und spiele. Das heisst, wenn ich eine halbe Stunde mehr am Tag bete und nicht nur zehn Minuten, dann stellt sich dadurch ein gewisser Habitus ein, der es mir erlaubt, mich leichter und schneller bei Gott einzuloggen und über den Tag hinaus auch eingeloggt zu bleiben." Der frühere Teeniestar und Musiker Paddy Kelly (34)
Salzkorn vom 14.09.12
Vor allem muss man daran glauben, dass Gott ist und dass er denen, die ihn suchen, zur Vergeltung wird. Der Glaube ist, wie der heilige Antiochus betont, nur ein Anfang unserer Vereinigung mit Gott. Einer, der wahrhaftig glaubt, ist wie ein Stein im Tempel Gottes, von Gott dem Vater für den Bau zubehauen, emporgehoben in der Kraft Jesu Christi durch das Kreuz, gezogen mit den Seilen und Strängen des Heiligen Geistes. Der Glaube ohne Werke jedoch ist tot. Die Werke aber des Glaubens sind: Liebe, Frieden, Langmut, Güte, Demut, Ruhe von allen Werken (wie auch Gott von seinen Werken ruhte), Tragen des Kreuzes und Leben im Geist. Nur solch ein Glauben wird uns zur Gerechtigkeit gerechnet. Der wahre Glauben kann ohne Werke nicht bestehen. Darum findest du bei dem, der in Wahrheit glaubt, unbedingt auch Werke, die aus einem solchen Glauben kommen. Zitat aus: Kenneth, Klaus (Hg.), Lebensbuch des Seraphim von Sarow. Geistliche Unterweisungen, Freiburg (CH) 2011, 32
Salzkorn vom 31.08.2012 – gute Ratschläge des heiligen Seraphim von Sarov
"Mit einem seelisch sinnenhaft eingestellten Menschen mag man von menschlich-natürlichen und irdischen Angelegenheiten sprechen. Mit einem Menschen jedoch von geistlichem Verstand von himmlischen Dingen. Leute mit geistlichem Verstand beurteilen den anderen Menschen, gleich wer es sei, der Heiligen Schrift gemäss, indem sie in gottbegnadeter Weisheit schauen, ob seine Rede dem göttlichen Willen entspricht oder nicht, und sich eine dementsprechende Meinung von ihm bilden. Offenbare nicht allen und jedem die Geheimnisse Deines Herzens. Wenn es vorkommt, dass man sich unter Leuten mitten in der Welt befindet, so soll man besser nicht über Geistliches sprechen. Besonders aber dann, wenn Du in ihnen kein Verlangen nach solchen Dingen siehst." Zitiert aus: Kenneth, Klaus (Hg.), Lebensbuch des Seraphim von Sarow. Geistliche Unterweisungen, Freiburg (CH) 2011. ISBN 978-3-7228-0790-4
Gesegnete Ferien! Liebe junge Freunde, ich wünsche Euch erholsame Sommertage. Auch ich werde mich für drei Wochen mehr oder weniger zurückziehen. Ich bleibe mit Euch allen verbunden. Tun wir auch in den Ferien alles unter der Führung des Hl. Geistes. Ohne IHN scheint vieles "Leben" zu sein, was dann doch nicht das Erhoffte bringt. Mit IHM und in IHM aber leben wir auf. gby Bischof +Marian.
Salzkorn vom 19.06.2012
Liebe Jugendliche, Es gibt im Internet jede Menge "Versuchungen". Wir müssen den Umgang mit ihnen zweifellos üben und uns an eine ständige Wachsamkeit gewöhnen, wollen wir nicht immer wieder "abdriften". Ihr habt da bestimmt auch schon Eure Erfahrungen gemacht. Beim Herumsurfen stolpern wir mehr oder weniger achtlos und nachlässig auf Wege, die uns am Ende dorthin führen, wohin wir eigentlich gar nicht gehen wollten. Oft lassen wir uns weitgehend passiv treiben oder von irgendetwas anlocken. Vor allem die passive Haltung, die nur konsumiert und sich durch die raffinierten Strategien der Anbieter bearbeiten lässt, bringt uns schliesslich auf Abwege. Die Anbieter rechnen mit unserer Schwäche. Stop! Entscheidet Euch zuerst, was Ihr sehen oder hören wollt und setzt von vonrherein ein Zeitlimit! Vor allem vor dem Schlafengehen: Aus der Vernetzung aussteigen! Schluss mit der Aussenorientierung: Jetzt kommt Gott dran! Euer Bischof +Marian.
Salzkorn vom 16.05.12
Gott soll der Baumeister unserer Freundschaften sein. Denn, je mehr wir uns auf Gott ausrichten, desto mehr ordnet sich unser Leben. Stellt euch vor: Jesus, der Herr, der Gott ist, bietet uns seine Freundschaft an. Er möchte uns wie auf Facebook als seine Freunde hinzufügen. Nimmst du an? Möchtest du ein Follower von Jesus werden? Nimm an, istalliere das Update und starte neu.

Salzkorn vom 14.05.2012
Beim Weltjugendtag in Muri:
Jesus hat sich Didier Berthod immer mehr angenähert. Eine Freundschaft bahnte sich an. Alles hatte bei Didier seine Bedeutung, damit er immer besser versteht, was Jesus ihm sagen möchte. In unserem Leben ist das genauso. Seid also aufmerksam, was Jesus euch durch die Ereignisse mitteilen möchte!

Cari giovani amici, liebe junge Freunde
Cristo è risorto veramente! Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaft auferstanden und dem Simon erschienen! Aus Jerusalem Segen und Liebe! Euer Bischof +Marian.
Liebe junge Freunde,
ich reise morgen nach Jerusalem und nehme jeden von Euch mit an die Heiligen Stätten der Passion Jesu. Vor allem im Heiligen Grab werde ich für Euch beten. Herzlich Euer Bischof +Marian.

Salzkorn vom 23.03.12
Liebe junge Freunde. Es gibt viele in Politik und Gesellschaft, die immer mehr an der traditionellen und naturrechtlichen, d.h. mit der blossen Vernunft erkennbaren (= vernünftig) Definition der Familie als einer natürlichen Verbindung zwischen einem Mann, einer Frau und ihrem Kind bzw. ihren Kindern systematisch rütteln und Familie neu definieren wollen. Nach ihnen sollen alle Formen des Zusammenlebens mit Kindern als gleichwertige Familienmodelle gelten: verheiratete Eltern mit Kindern, nicht verheiratete Single-Eltern mit Kindern, homosexuelle Partnerschaften mit Kindern (eigene, vom gleichgeschlechtlichen Partner adoptierte oder mit fremden Eizell- und Samenspendern in vitro gezeugte) und andere Formen mehr. Wir brauchen hier nicht alle möglichen Konstellationen aufzuzählen, wie Kinder mit Erwachsenen in sog. Patchwork-Familien zusammenleben, die, wie der Begriff zum Ausdruck bringt, vor allem ein Konstrukt sind. Politisch gesehen wird Elternschaft mehr und mehr auf eine möglichst schnelle Wiedereingliederung in die Erwerbstätigkeit und damit auf die Wirtschaftlichkeit der Erwachsenen hin ausgelegt. Der ökonomische Nutzen, die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes, nicht die des Kindes dominieren. Obwohl viele Eltern ihre Kinder lieber selbst betreuen würden, vor allem in den ersten entscheidenden Jahren, haben wir es nicht geschafft, Eltern, die sich ganz der Erziehung ihrer Kinder widmen, mit einem Betreuungsgeld nachhaltig zu unterstützen, ohne sie durch ökonomischen Druck möglichst schnell wieder von ihren Kindern weg in die Erwerbsarbeit und ihre Kinder in die Fremdbetreuung zu "zwingen". Umso kostenintensiver sind die Kinderbetreuungsangebote, welche dem Kind die fehlende Betreuung durch die eigenen Eltern nicht wirklich ersetzen können. Erst Mitte März 2012 hat das Europäische Parlament die Neudefinition der Familie beschlossen. Das liegt gleichzeitig auch auf der Linie ideologiegetränkter Programme wie jene des Gendermainstreamings. Es geht dabei nur vordergründig um Frauenquote und Gleichstellungsbemühungen zwischen Mann und Frau auf dem Arbeitsmarkt. Im Hintergrund stehen handfeste wirtschaftliche Interessen, aber auch eine in den westlichen Gesellschaften breit lancierte Art von Kulturrevolution, die Sexualität und Familie neu definieren wollen, um eine grösstmögliche Kompatibilität von Sexualität, Ehe und Familie mit den Interessen des erwachsenen Individuums und seinen Lebensprojekten zu erreichen oder einfach das Faktische im nachhinein zur Normativität zu erheben. Auf der Strecke bleibt wie so oft das Wohl der Schwächsten, hier der Kinder. Dem gilt es entgegen zu treten, indem Ihr es einmal besser macht und Euch schon heute darauf vorbereitet. Euer Bischof +Marian.
Cari giovani, ci sono molte persone nella politica e nella società che sconvolgono sistematicamente la definizione tradizionale e naturale di famiglia, riconoscibile seguendo unicamente la ragione, come legame naturale tra un uomo, una donna e i loro figli e figlie. Secondo queste persone tutte le forme del vivere sotto lo stesso tetto con dei figli dovrebbero essere considerate come modelli altrettanto validi di famiglia: genitori sposati con figli, genitori non sposati con figli, coppie omosessuali con figli (propri, adottati o generati grazie all’ingegneria genetica), e altre forme ancora. Non c’è bisogno di elencare tutti i modi in cui adulti e bambini possono vivere assieme in quelle che oggigiorno sono denominate famiglie patchwork che, come dice il termine stesso, sono prima di tutto un costrutto. A livello politico la genitorialità è improntata sempre di più al reinserimento più veloce possibile degli adulti nel sistema produttivo e rimanda così, più di ogni altra cosa, al valore economico della persona adulta. Il profitto finanziario e le necessità del mercato sono in primo piano, e non quelle del bambino appena nato. Malgrado molti genitori vorrebbero occuparsi esclusivamente dei loro figli almeno durante i primi anni di vita, non siamo ancora riusciti a fornire loro gli aiuti finanziari necessari per garantire loro di poter svolgere questo ruolo cruciale, e anzi li "obblighiamo” a rientrare al più presto nel mondo del lavoro, e a lasciare i loro figli in mano ad altre persone. I servizi di sorveglianza ed educazione dei bambini, per di più, generano molti costi e non sono in grado di dare al bambino le stesse cure che riceverebbe dai suoi genitori. Il Parlamento Europeo ha sancito proprio a metà marzo la nuova definizione di famiglia. Quest’ultima è in linea con diversi programmi di tipo ideologico come ad esempio quello sull’equità di genere, che si occupa solo in modo superficiale di assicurare le pari opportunità di donne e uomini in ambito lavorativo, mentre in realtà si muove sulla pase di forti interessi economici. Non solo, questi programmi sono anche l’espressione di una sorta di rivoluzione culturale propria della società occidentale, seguendo la quale si cerca di ridefinire i modi di vivere la sessualità e la famiglia in modo da renderli compatibili con gli interessi e i progetti di vita degli adulti, o se non altro di legittimare a posteriori quanto già accaduto. Naturalmente a farne le spese sono sempre i più deboli, in questo caso i bambini. Vale la pena di iniziare a pensarci già sin d’ora, in modo che possiate prepararvi per andar loro incontro in modo diverso e riuscire poi a fare di meglio.
Salzkorn vom 20.03.12
"Ich fürchte Gott!" so sprach einst der ägyptische Josef in einer Erzählung der hl. Schrift. Nach einem bewegten Leben als ein von seinen Brüdern in die Sklaverei verkaufter Hebräer war er zum Vizekönig Ägyptens aufgestiegen (Gen 42,18). Mit diesen Worten brachte er zum Ausdruck, dass er nichts tun wollte, was er nicht vor dem Allerhöchsten verantworten könne. Von dieser Haltung beseelt, sagte der hl. Lordkanzler Heinrich’s VIII. von England Thomas Morus zu der Volksmenge, die bei seiner Hinrichtung anwesend war: "Ich bin des Königs treuer Diener, aber zuerst Diener Gottes." Die Geschichte der grossen Ideologien des letzten Jahrhunderts zeigt auf drastische Weise, was passiert, wenn das Bewusstsein der Verantwortung vor Gott verloren geht. Dann wird alles und jedes einer rücksichtlosen Interessens- und Machtpolitik unterworfen ohne die innere Bindung an Wahrheit und Gerechtigkeit. Der Staat, gedacht als Existenzform institutionalisierter Gerechtigkeit, wird dann zum Instrument "einer gut organisierten Räuberbande", wie Augustinus richtig gesehen hat. Es geht nicht um die öffentliche Durchsetzung göttlicher Rechte durch politische Instanzen (Gottesstaat), vielmehr um die innere Bindung des Gewissens an Gott durch Gerechtigkeit und Wahrheit, die das friedliche Zusammenleben der Bürger garantieren, aber durch äusseren Zwang nicht vermittelt werden können, sondern sich der freiwilligen Bindung des Gewissens verdanken. "Die Frucht der Gerechtigkeit wird der Friede sein", ruft der Prophet Jesaja (32,17). In seinem Brief an die Regierung von Bern im Jahre 1482 hat Niklaus von Flüe die berühmten Worte geschrieben: "Friede ist allweg in Gott, denn Gott ist der Friede; im Frieden kann nicht zerstört werden, im Unfrieden aber wird zerstört. Darum sollt Ihr schauen, dass Ihr auf Frieden stellet." Dieser Friede ist nicht nur das Ergebnis gerechter Strukturen, vielmehr gründet er im Menschenherzen. Neben der sozialen Seite, hat er auch eine personale Wurzel. Auch für das Individuum gilt: "So viel bist du in Gott, so viel du in Frieden bist, und so viel ausser Gott, wie du ausser Frieden bist", schreibt Meister Eckhart und meint weiter: "Ist etwas in Gott, so hat es Frieden, so viel in Gott, so viel in Frieden. Wieviel du in Gott bist, wie auch, ob dem nicht so sei, das erkenne daran, ob du Frieden oder Unfrieden hast." Wo aber Unfriede ist und Streit, da ist nach Meister Eckhart Eigenwille und Eigensinn: Egoismus, Selbstherrlichkeit, die Verabsolutierung eigener Interessen. Das spirituelle Programm lautet deshalb: "Suche den Frieden und jage ihm nach!"

Salzkorn vom 17.03.12
Liebe junge Freunde. Die meisten von Euch, die mich gut kennen, machen die Erfahrung wie schwer es mir fällt, Euch mit Sie anzusprechen. Dies ist deshalb so, weil mein Herz es einfach nicht zustande bringt, obwohl Höflichkeit und Anstand es gebieten. Das aber hat geistliche und menschliche Gründe, die mit meiner Person und Berufung zusammenhängen. Meine Beziehung zu Euch ist aus vielen Gründen geistlich und väterlich, aber auch tief menschlich. Das hängt auch mit meinem Bischofsamt zusammen über den Altersunterschied hinaus. Ich wiederhole hier meinen Vorschlag: Wir reden uns gegenseitig mit Du an, aber in meinem Fall nicht mit blossem Namen wegen dem geistlichen Amt, das ich für Euch ausübe. Denn für Euch bin ich Bischof. Redet mich bitte mit "Bischof Marian" an und fahrt mit "Du" fort. Ich glaube, so gefällt es Gott und unseren Herzen. Wer es anders halten will, darf es selbstverständlich anders tun. Ich segne Euch. Euer Bischof +Marian.
Salzkorn vom 10.02.2012
Was kann man sich unter einem unpersönlichen Gott schon vorstellen? Eine Energie? Das ist für mich genauso unvernünftig, wie wenn ich an die Elektrizität, an den Magnetismus oder die Atomenergie glauben müsste als dem Ursprung von allem, was ist. Intelligent kann dieses Absolute nicht sein, denn Intelligenz setzt Denken bzw. Erkenntnis (Liebe) voraus. Was ist das für ein Gott, den die Leute meinen, wenn sie sagen: ich glaube nicht an einen persönlichen Gott, aber an eine (höchste?) Energie? Auf jeden Fall kann man zu dieser Art "Gott" weder beten, noch kann dieser "Gott" es gut mit uns meinen. Das könnte nur eine Person, ein Wille, der liebt. Eine solche Vorstellung von Gott, die viele unserer Zeitgenossen ausweichend einfach eine "Energie" nennen, die alles, was ist, hervorgebracht haben soll, sonderbarerweise auch das Vernünftige, das wir mit unseren Wissenschaften beobachten und beschreiben können: eine solche Absolutheits- bzw. Gottesvorstellung erscheint mir paradoxerweise unvernünftig. Tut mir leid! Das ist nicht hochmütig gemeint. Es leuchtet mir einfach nicht ein. Die einzige Alternative zum Glauben wäre für mich das Nichtwissen, aber nicht der Glaube an eine blinde Energie, welche (selbst unvernünftig) in unserem Fall die Vernunft (den menschlichen Geist; die Gesetze der Physik und Biologie) hervorgebracht hätte. Könnte es sein, dass wir an diesem Punkt Gott ausweichen und dabei einmal mehr unvernünftig werden? Come è possibile immaginarsi un Dio impersonale? Come un’energia? Per me sarebbe irragionevole, come se dovessi credere che l’elettricità, le forze magnetiche o l’energia atomica fossero l’origine di tutto ciò che esiste. Questa "energia assoluta” non può essere nemmeno intelligente, perché l’intelligenza presuppone il pensiero, la ragione e l’amore. Cos’è quel Dio a cui gli uomini si riferiscono quando dicono di credere a un’ "energia suprema”? In ogni caso non si può pregare un "Dio" simile, né si può credere che un "Dio" simile possa amarci. Solo una persona può avere la volontà di amare. Una rappresentazione di Dio semplicemente come "energia" che ha creato tutto ciò che esiste, come molti dei nostri contemporanei se lo immaginano, mi sembra poco ragionevole. Mi dispiace! Questa "energia" dovrebbe aver creato anche la ragione e la conoscenza che osserviamo e descriviamo attraverso la scienza. Non è una questione di superbia, semplicemente questa visione non mi appare chiara. Secondo me l’unica alternativa alla fede sarebbe la non-conoscenza, e non il credo in un’energia cieca che, malgrado ne sia priva, ha creato la ragione (e quindi lo spirito umano e le leggi della fisica e della biologia). Potrebbe forse essere questo un modo per svincolarci da Dio e diventare così ancora più irragionevoli?

Salzkorn vom 23.01.2012 Liebe Jugendliche, heute lese ich in einem Vortrag von Dr.med. Ermanno Pavesi in den Acta Medica Catholica Helvetica, 13.Jg (September 2011) 2/2011, S. 16 (ISSN 1424-3334) folgendes Gedankenexperiment, das mich an meinen letzten Beitrag über den Zufall erinnert. Dort weist Dr. Pavesi auf Friedrich Cramer, den ehemaligen Direktor des Max-Plank-Institutes für Experimentelle Medizin in Göttingen, der die These vertritt, dass die Struktur der DNS der einfachsten Lebewesen wie z.B. das E-Coli-Bakteriums, so komplex ist, dass sie durch Zufall nicht entstehen kann (vgl. Cramer, Friedrich, Chaos und Ordnung. Die komplexe Struktur des Lebendigen, Frankfurt a. M. 1993, 30f). Ich zitiere Cramer aus dem Vortrag von Dr. Pavesi: "Nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung kann man ermitteln, wie oft man probieren müsste, um das richtige Resultat zu bekommen, wenn hier nur der Zufall waltete. Es ergibt sich die Zahl von 102400000, also eine 1 mit 2,4 Millionen Nullen! Einen solchen Bauplan durch puren Zufall zu erhalten, ist unmöglich. Selbst in einer sinnreichen Maschine, mit der jeder Sekunde eine dieser fast unendlichen Möglichkeiten ausprobiert und auf ihre Richtigkeit getestet werden könnte, würde das Alter der Welt seit dem Urknall (1017 sec) bei weitem nicht ausreichen. Man bräuchte ungefähr 102400000-17 = 102399983 Welt-Alter. Das Alter der Welt ist also verschwindend klein gegenüber der für eine »Zufallsordnung« benötigte Zeit. Das heisst: Leben kann nicht durch eine Serie von Zufallsereignissen entstanden sein." Dr. Pavesi kommentiert dazu, dass für Cramer klar sei, dass der Zufall als einzige Erklärung für die Entstehung des Lebens nicht genüge.
Salzkorn vom 15.01.2012 Liebe Jugendliche, "den unberechenbaren Tod immer vor Augen halten" lautet eines der Werkzeuge der geistlichen Kunst im Kapitel 4 der Benediktsregel. Obwohl die Mönche auch damals in einem relativ behüteten Milieu gelebt haben, haben sie diese Regel beherzigt. Nach der Havarie des Luxusschiffes an der Küste Italiens erzählt eine 21-Jährige noch sichtlich unter dem Schock des Unglücks vor laufender Kamera, wie sie ein Besatzungsmitglied mit den Worten beschworen hätte: "Ich bin 21 Jahre alt. Sagen Sie mir die Wahrheit: muss ich jetzt sterben?" Ich erinnere mich an ein Gespräch mit Jugendlichen. Eine von ihnen war sichtlich schockiert, als ich Sie - in der Debatte vielleicht etwas zu brüsk - mit der Unberechenbarkeit eines immer möglichen Todes konfrontiert und aus ihrer falschen Sicherheit aufgeschreckt habe. Gefahren gibt es genug. Karl Leisner, den die Nationalsozialisten unter dem Hitler-Regime in Dachau aufgerieben haben, schrieb mit 16 Jahren in sein Tagebuch: "Christus steht vor mir. Er schaut mich ernst an. Werde ich stark genug sein?" Er starb sehr jung. Eines der Mitglieder der weissen Rose schrieb im Abschiedsbrief an die Mutter: "Eigentlich war mein Leben ein einziger Weg zu Gott." Er starb für die Gerechtigkeit. Was schliessen wir daraus? Auch im jungen Leben muss die Richtung bzw. die Ausrichtung stimmen. Das gibt der persönlichen Suche und Freiheit Ernsthaftigkeit und Tiefe. Junge Menschen emanzipieren sich von ihren bisherigen Lehrern und Erziehern und nehmen ihr Leben selbst in die Hand. Sie entscheiden selbst, wie sie auf dem gelegten Grund (mit Gottes Hilfe und dem Rat ihrer Eltern und guter Menschen) weiterbauen, nicht den Tod, aber Gott vor Augen. Darum geht es. "Komm Heiliger Geist!" Carissimi Giovani, "essere sempre coscienti della morte imprevedibile": ecco uno degli strumenti dell’arte spirituale di San Benedetto! Dopo l’avaria della nave di lusso alla costa d’Italia una giovane di 21 anni raccontava alla televisione, come scongiurava un membro dell’equipaggio con le parole: "Senta, ho 21 anno! Me dica la verità: Devo morire adesso?" Si vedeva lo choc nella sua faccia. Mi ricordo di una discussione che avevo con giovani. Una tra di loro si sentiva scandalizzata quando la confrontavo con la possibilità di una morte imprevista. Pericoli, ce ne sono abbastanza! Karl Leisner, un giovane esemplare e prigioniero di Dachau nel tempo della seconda guerra mondiale, scriveva a 16 anni nel suo diario: "Cristo sta dinanzi a me e mi guarda con aspetto serio. Sarò abbastanza forte? Uno dei membri della "rosa bianca" (gruppo di resitenza contro Hitler) scriveva nell’ultima lettera alla sua madre prima di morire: "Veramente, la mia vita era un unico cammino verso Dio!" Che conclusione ne traiamo? Anche in una vita ancora giovane la direzione e la meta devono essere giuste. È questo che da alla nostra libertà il carattere di profondità e seriosità. Non si tratta soltanto di godere la vita. I giovani si stanno emanzipando dei loro genitori e educatori prendendo la loro vita nelle proprie mani . Ognuno deve decidere lui stesso come continua a costruire sulle basi già poste dai suoi genitori e maestri, tenendo presente non in primo senso la morte ma Dio! Vieni Santo Spirito!
Aus der Botschaft von Papst Benedikt zum Weltfriedenstag (1.1.2012)
"Liebe junge Freunde, ihr seid ein kostbares Geschenk für die Gesellschaft. Lasst euch angesichts der Schwierigkeiten nicht von der Entmutigung überwältigen, und gebt auch nicht falschen Lösungen hin, die sich oft als der einfachste Weg zur Überwindung der Probleme präsentieren. Scheut euch nicht, euch einzusetzen, Mühen und Opfer auf euch zu nehmen, die Wege zu wählen, die Treue und Beständigkeit, Demut und Hingabe verlangen. Lebt eure Jugend und die tiefe Sehnsucht nach Glück, Wahrheit, Schönheit und echter Liebe, die ihr verspürt, mit Zuversicht! Lebt dieses Lebensalter, das so reich und voller Begeisterung ist, ganz intensiv. Seid euch bewusst, dass ihr selbst den Erwachsenen Vorbild und Ansporn seid, und das um so mehr, je mehr ihr euch anstrengt, Ungerechtigkeiten und Korruption zu überwinden, je mehr ihr eine bessere Zukunft ersehnt und euch einsetzt, um sie aufzubauen. Seid euch eurer Möglichkeiten bewusst und verschliesst euch nie in euch selbst, sondern versteht, für eine Zukunft zu arbeiten, die für alle heller ist. Ihr seid nie allein. Die Kirche vertraut euch, sie begleitet euch, ermutigt euch und möchte euch das wertvollste anbieten, was sie hat: die Möglichkeit, die Augen zu Gott zu erheben, Jesus Christus zu begegnen, dem, der die Gerechtigkeit und der Friede selber ist."
"Cari giovani, voi siete un dono prezioso per la società. Non lasciatevi prendere dallo scoraggiamento di fronte alle difficoltà e non abbandonatevi a false soluzioni, che spesso si presentano come la via più facile per superare i problemi. Non abbiate paura di impegnarvi, di affrontare la fatica e il sacrificio, di scegliere le vie che richiedono fedeltà e costanza, umiltà e dedizione. Vivete con fiducia la vostra giovinezza e quei profondi desideri che provate di felicità, di verità, di bellezza e di amore vero! Vivete intensamente questa stagione della vita così ricca e piena di entusiasmo. Siate coscienti di essere voi stessi di esempio e di stimolo per gli adulti, e lo sarete quanto più vi sforzate di superare le ingiustizie e la corruzione, quanto più desiderate un futuro migliore e vi impegnate a costruirlo. Siate consapevoli delle vostre potenzialità e non chiudetevi mai in voi stessi, ma sappiate lavorare per un futuro più luminoso per tutti. Non siete mai soli. La Chiesa ha fiducia in voi, vi segue, vi incoraggia e desidera offrirvi quanto ha di più prezioso: la possibilità di alzare gli occhi a Dio, di incontrare Gesù Cristo, Colui che è la giustizia e la pace.”

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